Architekturcamp-Architekturcampus

 

Architekturcampus – Sommer-Workshops für Kinder & Jugendliche ab 7 Jahren

Ein Forscherraum für räumliches Denken, Entwicklung und Gestaltung.
Architektur als Werkzeug, um Wahrnehmung zu schärfen, Prozesse zu verstehen und Potenziale frühzeitig zu fördern.

Der Architekturcampus ist ein Forscher- und Entwicklungsraum, in dem Kinder und Jugendliche frühzeitig die Möglichkeit erhalten, räumliches Denken, Wahrnehmung und Gestaltungsfähigkeit zu entwickeln. Architektur dient dabei nicht als Ziel, sondern als Werkzeug, um Prozesse anzustoßen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und individuelle Zugänge zu Lernen und Entwicklung zu eröffnen.

Gerade im Bereich des räumlichen Vorstellungsvermögens zeigen sich bei vielen Kindern früh Unterschiede. Wo im schulischen Alltag wenig Raum dafür bleibt, greift der Architekturcampus bewusst an. Durch das Arbeiten mit Formen, Modellen, Materialien und Strukturen wird räumliches Denken spielerisch, konkret und nachhaltig gefördert.

Frühförderung wird hier nicht als Korrektur verstanden, sondern als achtsames Aufgreifen dessen, was da ist. Wo Unsicherheiten bestehen, entsteht Halt durch Struktur. Wo Zurückhaltung spürbar ist, entsteht Ausdruck durch Gestaltung. Räume werden gebaut – und gleichzeitig wächst Orientierung.

Der Campus bietet einen geschützten Rahmen, in dem Kinder und Jugendliche gesehen werden. Wahrnehmung wird geschärft, Selbstvertrauen aufgebaut und Entwicklung ermöglicht – Schritt für Schritt, im eigenen Tempo.

 

Zwei Entwicklungsbereiche – altersgerecht begleitet

Der Architekturcampus gliedert sich bewusst in zwei Entwicklungsbereiche, um optimal auf Alter, Reife und individuelle Zugänge eingehen zu können. Inhalte, Werkzeuge und Begleitung passen sich dem jeweiligen Entwicklungsstand an – aufmerksam, flexibel und ohne starre Vorgaben.

 

Kinder (7–12 Jahre) – Architektur begreifen mit Händen und Materialien

Kinder entdecken Architektur über das Tun. Sie bauen, beobachten, probieren aus und entwickeln ein erstes Gefühl für Raum, Struktur und Stabilität. Zentrale Elemente sind geometrische Grundformen und einfache statische Systeme.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Arbeiten mit dem Tetraeder – einer der stabilsten Formen überhaupt. Durch eigenes Bauen erleben die Kinder, wie Kräfte wirken und wie aus einfachen Systemen Türme, Brücken und Bauwerke entstehen.

Ein besonderer Workshop ist der Leuchtturm: Auf Basis von Tetraeder-Strukturen entsteht eine tragfähige Turmform, deren Stäbe in der Dunkelheit zu leuchten beginnen. Architektur wird so sichtbar, erfahrbar und emotional erlebbar – besonders im Zusammenspiel von Struktur, Licht und Raum.

Zusätzlich arbeiten die Kinder mit Lehm und Lehmziegeln, entwickeln erste Grundrisse und setzen diese als Modelle um. Maßstab, Proportion und Raumwirkung werden intuitiv erfahrbar.

 

Jugendliche (12–16 Jahre) – Entwerfen, denken und Zukunft gestalten

Jugendliche arbeiten vertiefend und systemischer. Aufbauend auf dem analogen Modellbau erweitern sie ihre Arbeit um digitale Werkzeuge und zukunftsorientierte Fragestellungen.

In 3D-Programmen wie SketchUp entwickeln sie eigene Gebäudeentwürfe, strukturieren Volumen und denken in räumlichen Zusammenhängen. Digitale Modelle werden anschließend mit dem 3D-Drucker in physische Entwurfsmodelle übersetzt.

Ergänzend entstehen Projekte zu Solarhäusern oder Hausbooten. Die Jugendlichen setzen sich mit Energie, Autarkie und nachhaltigen Konzepten auseinander und entwickeln eigene architektonische Antworten auf zukünftige Lebensformen.

Auch hier wird der Leuchtturm weitergedacht: Warum ist die Tetraeder-Struktur so stabil? Wo wird sie in Architektur und Forschung eingesetzt? Architektur wird zum Forschungsfeld.

 

Architektur als Entwicklungsraum

Beide Entwicklungsbereiche werden von DI Arch. Martina Hoffmann, ZT-Architektin, begleitet. Architektur wird nicht unterrichtet, sondern gemeinsam erforscht. Kinder und Jugendliche lernen, Entscheidungen zu treffen, Zusammenhänge zu verstehen und Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu entwickeln.

Am Ende erhalten alle Teilnehmer:innen eine offizielle Teilnahmebestätigung der Architektum ZT GmbH als Anerkennung für ihren Weg, ihre Auseinandersetzung mit Architektur und ihren individuellen Entwicklungsprozess.

Architektum ZT GmbH
DI Arch. Martina Hoffmann, ZT-Architektin